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"Midlife" Wanderfahrt Donau 2011

Die Wanderfahrt der Superlative oder
Wer kriegt schon Sonnenbrand im Oktober?

Die Wanderfahrt 2011 der „Midlifer“ führte an die Donau zwischen Ingolstadt und Geislingen hinter Regensburg und fand vom 1.- 3. Oktober statt. Soweit die nüchternen Fakten.

Die Wanderfahrt war dann selbstverständlich alles andere als nüchtern und hatte etliche Superlative zu bieten:

• den wärmsten und sonnigsten Oktoberbeginn seit Menschengedenken

• die langsamste Schleuse der Welt

• den hauptamtlichsten Landdienst

• die zuverlässigsten (?) Navis

• die beste Stadtführung

• das meiste Essen

• die allerbeste Organisation

• ….........

Die Vorhut samt Bootsanhängern startete mit 11 Leuten, 4 Autos, 3 Booten und 2 Bootsanhängern bereits am Freitagabend Richtung Ingolstadt, wo die Boote zum dortigen Ruderverein und die Anhänger gleich nach Weltenburg gebracht wurden. Dies stellte gleich den ersten Härtetest für die Navis dar,  welche bekanntlich den unbedarften Autofahrer gerne mal auf diverse Äcker, in undurchdringliche Wälder, zu unbefahrbaren Brücken oder gleich in Flüsse dirigieren. Hier aber nichts dergleichen: das Navi geleitete unsere tapferen Anhängerfahrer schnurstracks nach Weltenburg – nur leider ans gegenüberliegende Donauufer! Und in Weltenburg gibt es wie in Mainstockheim keine Brücke – nicht mal eine Fähre! Das bedeutete also mindestens 10 Kilometer Umweg, welche aber schließlich auch souverän gemeistert wurden. Dafür wartete in Ingolstadt zwar keine besonders tolle Unterkunft, dafür aber ein schönes Städtchen, das just an diesem Wochenende auch noch ein Stadtfest beging. Der abendliche Ausgang gestaltete sich also sehr malerisch und abwechslungsreich; laut mündlicher Überlieferung wäre für den einen oder anderen jüngeren Herren das Hotelzimmer glatt überflüssig gewesen. Die Nachhut, bestehend aus drei Frauen der arbeitenden Bevölkerung plus Beates Ehemann Rainer, der als Landdienst aus Freising anreiste, kam am Samstag gegen 9 Uhr in Ingolstadt an.

Dann ging es mit allen ans Donauufer, wo die Boote zu Wasser gelassen wurden und wir voller Tatendrang endlich losruderten. Wir konnten ja nicht ahnen, dass uns bereits nach 600 Metern die wahrscheinlich (ach was: ganz sicher!) langsamste Schleuse der Welt wieder bremsen würde. Noch dazu passten nur zwei Boote hinein! Als nach einer Stunde die Schleusung immer noch nicht beendet war, wurde der „Bacchus“ kurzentschlossen um die Schleuse herumgetragen und über eine halsbrecherische Treppe wieder zu Wasser gelassen.

Die Besatzungen von „Quintus“ und „Kätherle“ hatten sich derweil mit Rotwein (um 10 Uhr morgens!) und diversen anderen Alkoholika bei Laune gehalten, wobei nicht ganz klar war, welcher Gesamtpromillegehalt bei der Besatzung noch legitim ist. Angeblich muss nur der Steuermann vollkommen nüchtern sein!? Nun konnte es endlich mit Rudern losgehen.

Die Donau ist erst hinter Kelheim schiffbar, sodass es in diesem Abschnitt sehr ruhig zuging. Teilweise ist das Wasser nur ca. einen Meter tief, man kann bis auf den Grund sehen. Das hinderte die Besatzung des Bacchus aber nicht daran, nach der Schleuse Vohburg (diese war direkt atemberaubend schnell) eine Art Sonderübung im Wenden einzulegen, zumindest sah es so aus: Beim Näherkommen stellte sich aber heraus, dass das Boot auf einen dicht unter der Wasseroberfläche treibenden Baumstamm aufgesessen war!

Ohne weitere größere Zwischenfälle erreichten wir nach gut 27 km unseren Mittagsrastplatz, und von da aus war es auch nicht mehr weit (12 km) bis Weltenburg, unserem ersten Tagesetappenziel. Dort wurde im Klosterbiergarten natürlich das berühmte Klosterbier verkostet, aber auch die Kirche und der Andenkenladen besichtigt. Anschließend ging`s ins Hotel nach Zeitlarn nordöstlich von Regensburg, das für zwei Nächte unser Quartier sein würde. In der hauseigenen Pizzeria klang der Abend gemütlich aus.

Am nächsten Morgen starteten wir wieder Richtung Weltenburg und bestiegen die dort wartenden Boote, nachdem ausdiskutiert worden war, wer den Donaudurchbruch rudert und wer lieber steuert, wobei letzteres in diesem Fall durchaus sehr anspruchsvoll sein kann. Wegen der schon länger trockenen Witterung war die Strömung der Donau aber längst nicht so stark wie sonst, so war weder Rudern noch Steuern ein größeres Problem. Allerdings begegneten uns jetzt natürlich Ausflugsschiffe in größerer Zahl.

 Vorbei an Kelheim mit Blick auf die Befreiungshalle ruderten wir unserer Mittagsrast an einer Schleuse(!) entgegen; dort war es wirklich wie im Sommer, und wir konnten miterleben, wie wohl seinerzeit die Speisung der Fünftausend funktioniert haben muss: auch ohne offensichtliche göttliche Hilfe schien das Essen eher mehr als weniger zu werden.

Nach dieser kulinarisch wertvollen Pause durften unsere hauptamtlichen Landdienstler Rainer und Marita – sie hatte sich wegen einer Sehnenreizung nach den ersten 20 Ruderkilometern bereit erklärt, auch hauptsächlich Landdienst zu machen - mal ans Steuer, nachdem im folgenden Teil der Donau bis Regensburg weder Schleusen noch Strudel oder sonstige Untiefen zu erwarten waren. So erhielt ich auch mal Gelegenheit, die logistischen Schwierigkeiten des Landdienstes kennenzulernen: wie bewegt man zu zweit drei Autos von A nach B, wenn man nicht mal genau weiß, wo das zweite und dritte Auto geparkt sind und wie schafft man es, im dichten Sonntagsnachmittagsausflugsverkehr den Vordermann – in diesem Fall Guido mit dem Navi(!)- nicht zu verlieren?

In Regensburg fand an diesem Tag eine Regatta statt, die zum Zeitpunkt der Ankunft unserer Boote noch nicht beendet war. So wurden unsere tapferen Wanderruderer nach 36,5 km Tagesleistung vom „Stadionsprecher“ übers Mikrophon willkommen geheißen. Nach der Ausschiffung ging es wieder in unser Hotel, wo wir uns ausgehtauglich herrichteten, denn nun stand eine Stadtführung durch Regensburg an. Die Führerin war eine sehr engagierte Person, der man die Liebe zu ihrer Heimatstadt anmerkte. Sie brachte uns die lange Geschichte von Castra Regina sehr anschaulich näher. Wenn man bedenkt, dass Regensburg ungefähr 300 Tage Nebel im Jahr hat und nur deshalb im 2. Weltkrieg nicht zerstört wurde, weil die Stadt aus der Luft schlicht nicht auffindbar war, kann man ermessen, was wir mit dem Wetter für ein Glück hatten!

Von dem Einfluss, den die Italiener seinerzeit auf Regensburg hatten, konnten wir uns bei unserem Rundgang selbst überzeugen: nicht nur die Architektur erinnert an oberitalienische Städte, auch die Eisdielendichte ist vergleichsweise groß. Wir fanden nach längerem Suchen sogar ein Lokal, das uns zum Abendessen aufzunehmen bereit war, und wir konnten den ganzen Abend draußen sitzen, wie in Italien!

Am nächsten Morgen mussten zunächst die Anhänger zum Etappenziel gebracht werden (ja ja, die Navis!), wir anderen konnten derweil noch mal die Annehmlichkeiten der Regensburger Ruderclubs genießen. Es gibt tatsächlich zwei, einen „Club“ und einen „Verein“ mit zwei direkt nebeneinanderliegenden fast identischen und sehr schönen Bootshäusern. Auf die Frage, was denn der Unterschied zwischen den beiden sei, meinte Peter, das sei wohl so was wie evangelisch und katholisch..... . Da mag er recht haben! Bei der letzten Etappe stand uns noch die Durchfahrt unter der Steinernen Brücke mitsamt ihren oft besungenen Strudeln bevor, was aber angesichts des niedrigen Wasserstandes nicht halb so aufregend war wie angenommen. So gab es für Rainer auch leider keine absolut spektakulären Fotomotive. Der letzte Teil unserer Fahrt bis Geisling war vergleichsweise langweilig: keine Strömung, keine Schiffe, nix los am Ufer. Das einzig Interessante war noch die Walhalla, die man vom Wasser aus besonders gut fotografieren kann.

Zur Abwechslung legten der Bacchus und das Kätherle noch ein kleines Wettrennen ein, welches keinen eindeutigen Sieger, aber ein paar ganz nette Muskelkater zur Folge hatte. Nach 28 km Tagesstrecke und 105 Gesamtkilometern waren einige doch ganz froh, als wir um 15 Uhr die Schleuse in Geisling erreicht hatten, wo Rainer und Marita natürlich bereits auf uns warteten.

Beim abschließenden Picknick resümierten wir, dass zur absoluten Glückseligkeit auf dieser Wanderfahrt eigentlich nur eine Kaffeemaschine gefehlt hat. Und Helga stellte fest, dass wir zwar jede Menge Kuchen, aber komischerweise keine „Donauwelle“ dabei hatten. Wobei man sagen muss, dass sich die Rezeptur dieses Gebäcks und die Witterung nicht gut vertragen hätten! Ein großes Lob an Bernd und Brigitte, die diese Tour perfekt organisiert hatten und vorher sogar per Auto und Fahrrad abgefahren waren!                                           Friederike

 

Weitere Fotos von dieser Wanderfahrt

 

 

Dank an unsere Sponsoren