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Herbstwanderfahrt Mosel 2010

Herbstwanderfahrt Untermosel von St. Aldegund bis Hatzenport

Die Landschaft zwischen Trier und Koblenz, wo die Mosel in den Rhein fließt, gehört mit ihren Burgen und Weinbergen sicherlich zu den schönsten Deutschlands.

Im Herbst 2008 und 2009 beim Berudern der Ober- und Mittelmosel konnten wir uns schon selbst davon überzeugen und dieses Jahr hatte unser Wanderruderwart Heiner das letzte Teilstück, die sogenannte Untermosel ausgewählt. Als Standquartier konnte er nach einigen Telefonaten in Senheim eine Pension mit Bäckerei (ideal für eine große Auswahl Brot und Brötchen) für uns buchen, und diese Unterkunft entsprach genau unseren Vorstellungen. Hier konnte man ungestört am Abend zusammensitzen und die ortsbekannten Weine testen.

 

Gestartet wurde am nächsten Morgen in St. Aldegund an einer Slipanlage. Das „Wassern“ unserer inzwischen vertrauten Leihbarke „Mausi“ aus Bernkastel- Kues verlief diesmal reibungslos (Übung und Erfahrung?). Die Mannschaft war motiviert und am Anfang der Tagesetappe konnte uns der Steuermann auch noch auf die Sehenswürdigkeiten rechts und links des Flusses aufmerksam machen. Doch die zunehmende Nässe von oben und die nachlassende Qualität der Regenkleidung ließ uns nach 15 km die Fahrt abbrechen. Der Rest des Tages wurde dann für Besichtigungen in Beilstein, dem Dornröschen an der Mosel, und dem Stadtkern von Cochem genützt.

 

Am nächsten Tag sah alles viel freundlicher aus. Die Landschaftsbilder wechselten laufend, unser Landdienst sorgte für den idealen Platz für die rustikale Mittagsrast am Flussufer und man kann nur immer wieder dem Verpflegungsdienst Dank sagen für die ausgezeichnete Versorgung. Wieder zeigte sich, dass eine Wanderfahrt in einer Barke immer etwas besonderes ist. Das Boot liegt so breit und solide im Wasser und lässt sich auch durch unruhigen Wellengang (verursacht durch den regen Schiffsverkehr oder „unruhige Rudertechnik“) nicht so leicht aus der stabilen Lage bringen. Und wer zwischendurch mal das Bedürfnis hat, von seinem Rollsitz aufzustehen, braucht dies nur dem Steuermann zu melden und die Mannschaft macht mit Freuden „Ruder halt“. Für den Hinweis auf die Sehenswürdigkeiten rechts und links am Moselufer ist auch der Steuermann zuständig. Ein bisschen zusätzliche Bildung kann ja nie schaden. Für die Nachtlagerung hatte Heiner einen Yachthafen in Treis-Karden ausgewählt. Ideal für uns zum Anlegen und unser solides, muskelbetriebenes Holzboot war genau der richtige Kontrast zu den „ach so edlen Yachten.“ Für den Abend war ein Tisch in Senheim in einem gepflegten Lokal reserviert. Die Gastronomie spielt ja in dem Moselgebiet eine große Rolle, denn Besucher gibt es hier wahrlich genug.

 

Am Samstag war unsere Rudermannschaft dann schon ein eingespieltes Team, man hatte die Besonderheiten der einzelnen Ruderer kennengelernt und für das Wasserschöpfen in unserem nicht mehr dichten Boot eine Technik mit Schwämmen und Gummischale entwickelt. Übrigens war uns diese Besonderheit der „Mausi“ noch vom vorigen Jahr her vertraut und man hatte uns in Bernkastel-Kues vorsorglich nochmal darauf aufmerksam gemacht. Der Schiffsverkehr hatte natürlich am Wochenende zugenommen, vor allem Hotelschiffe und auch ein schnittiges Personenschiff mit einer Werbeaufschrift für die Buga in Koblenz 2011. In Hatzenport stand uns dann das Verladen der Barke bevor. Leider ist „Mausis“ Bootsanhänger nicht gerade eine technische Meisterleistung, aber dank der großen Erfahrung unseres Fahrtenleiters und des Einsatzes der männlichen und weiblichen Mannschaft gelang diese Aktion tatsächlich ohne Probleme. Am Abend, nachdem vier Ruderinnen einer halbstündigen Feierabendmusik in der Winningener Kirche zugehört hatten, kam dann der Höhepunkt in unserem Rahmenprogramm. Geplant war eine Weinprobe und zu unserem Glück lebt in Winningen Hildegards Schwester, die dort mit ihrem Ehemann ein Weingut auf- und ausgebaut und inzwischen in dem Sohn einen kompetenten, engagierten Nachfolger gefunden hat. Auch eine junge Weinkönigin stammt aus dieser Familie! Eines steht fest: Wir haben an diesem Abend viel über den aktuellen Stand der Moselweine erfahren und können jetzt jedem Paroli bieten, der an der üblichen Meinung vom für Franken ungewohnt süßen Moselwein festhält. Nach einem ausführlichen Vortrag von Hildegards Neffen haben wir feststellen können, dass hinter dem Weinhandel heute ein breitgefächertes Wissen steckt, und die Vielfalt der Weine den bisher verbreiteten Bekanntheitsgrad sprengt. Fazit unserer Wanderfahrt: Dank an unseren Wanderruderwart Heiner, der durch seine gute Planung schon mal die Grundvoraussetzung für das Gelingen einer Barkenwanderfahrt geschaffen hat und wie immer aus einem „Erfahrungstopf“ schöpfen konnte.

Hella Sauer

 

 

Dank an unsere Sponsoren